Zuletzt aktualisiert:
14. 10. 2019

Simasag 2014

 

Gnadenhof Simasag/Ungarn, Oktober und November 2014

Einleitend muss ich wieder schreiben, dass Sylvia Wesenauer in ihrer Umgebung als Endlagerstelle für verstoßene Kartäuserkater_i1Katze verletzt_i1Hunde und Katzen angesehen wird. Ob es Hunde aus dem Dorf oder auch von weiter weg sind, oder Katzen, krank, verletzt oder wunderschön und gesund. Viele irren auf der Hauptstraße herum, werden von Autos erfasst oder haben Glück und werden vorübergehend von Anrainern versorgt, bis sie bei Sylvia landen. Daher hat sie jetzt fast 80 Katzen und für ihre Platzverhältnisse zu viele Hunde. Bei manchen Telefonaten mit mir ist sie echt verzweifelt, weil sie kaum aus noch ein weiß.

Wir helfen so gut wir können, aber die Katzenflut können auch wir nicht ändern, da auch in Österreichs Tierheimen viele, viele Katzen auf ein Zuhause warten.

Ich weiß natürlich, dass die eben beschriebenen Zustände mit den ausgesetzten Tieren auf alle unsere Tierstationen zutreffen. Nur, Sylvia Wesenauer ist alleine für ihre fast einhundert Tiere und deren Versorgung verantwortlich. Das gibt zu denken!

In diesen beiden Monaten war ich zweimal in Simasag.Käfig_i1                                                                     

Für die Fahrt am 22. Oktober fuhr ich einen Tag vorher ins Weinviertel. Eine langjährige Unterstützerin unseres Vereins hat mich angerufen, dass sie viel für unseren Flohmarkt und für die Tierstationen hat.

Daher war ich am 21. 10. in Gaweinstal um alle Spenden in den Transporter einzuladen. Es waren viele schöne Sachen, sowohl für den Flohmarkt als auch für die Tiere. Das Highlight war eine zusammenlegbare Transportbox und eine stabile Hundebox (Bild rechts), die für ein bestimmtes Auto gebaut worden war und jetzt nicht mehr gebraucht wurde.

Am 22. 10. brachte ich die beiden Boxen und viele andere Dinge zu Sylvia Wesenauer. Die Freude über die große Hundewürste_i1Hundebox war riesengroß. Sie kam ins Hundezimmer und bietet für zwei Hundebettchen Platz. Damit können Hunde, wenn nötig, von den anderen vorübergehend separiert werden. Die Faltbox dient jetzt zur Aufnahme von Katzen. Auch viele der anderen Sachen fanden großen Anklang.

Bei meiner Fahrt am 12. 11. brachte ich wieder eine Palette mit Hundewürsten in den Gnadenhof Simasag.

Natürlich werden wir auch im kommenden Jahr Sylvia und ihre Tiere tatkräftig unterstützen!

Franz Ludwig

 

 

Gnadenhof Simasag/Ungarn, Juli bis September 2014

Futter_Juli_i1Am 30. 7. habe ich Katzenfutter mitgebracht. Gleichzeitig hat Sylvia 3 Hunde aus Griechenland (Rebecca) bei sich zur Pflege aufgenommen. Felix und Shadow fanden relativ schnell und vor allen bis auf nur einen Tag Unterschied neue Plätze. So musste keiner dem anderen nachtrauern. Nur die Hündin Fee ist noch da und wartet auf einen guten Platz.

DSC_0011 Ricko, Jenny, Luna_i1Am 9.9. nahm Sylvia 5 kleine Hunde aus Xanthi zur Pflege, die ich mitgebracht habe Es waren 4 Mädchen und ein Rüde. Mirka, Jenny, Luna, Abie und Ricko. Eine nach der anderen haben sie sehr gute zuhause gefunden. Abie war die Letzte, die am 30. 9. in ein neues Zuhause einziehen konnte.

Einige Wochen davor hat Sylvia bei einer Zigeu...,  also das sagt man heutzutage nicht mehr, also bei einer ungarischen Romafamilie 2 Welpen freigekauft. Die waren total unterernährt, so sehr haben die sich um die Abie und Semli_i1kleinen Geschöpfe gekümmert. Sylvia ist aber schon geübt im Aufziehen von solchen Hundchen. Und siehe da, die zwei entwickelten sich prächtig. Das Weibchen konnte schon zu einer lieben Familie übersiedeln, der kleine Bub ist noch da und hat in Abie, eine von den 5 Xanthihunden, eine Freundin gefunden, mit der den ganzen Tag und auch die Nacht verbringt. Das heißt, dass sie zusammen fressen, spielen und schlafen. Wir wollten, dass wir für sie ein gemeinsames Zuhause finden. Das ist uns nicht gelungen, Abie bekam alleine einen Platz. Aber Semli hat das sehr gut überstanden, denn er hat sofort eine andere Spielkameradin gefunden. Junge Hunde sind da nicht so sensibel wie ältere.

F. Ludwig

 

 

Gnadenhof Simasag/Ungarn, April bis Juni:

Futter und div_iBei den Fahrten nach Simasag brachte ich auch hierher palettenweise Futter für die Hunde und die Katzen. Einen Teil gibt Sylvia auch an bedürftige Tierhalter in ihrem Dorf ab. Von denen gibt es immer mehr! Aber es kommen auch immer mehr ausgesetzte Katzen in Simasag und Umgebung. Auch Hunde Lucky Kater_i1irren immer wieder durch Simasag. Sie lassen sich aber oft nicht fangen. Nach einigen Tagen sind sie auf einmal weg. Was mit ihnen geschah, Sylvia Wesenauer weiß es nicht.

Ein trauriges Beispiel ist der Kater Lucky, der total abgemagert und mit kranken Augen von Sylvia geborgen wurde (Bild links). Jetzt geht es ihm gut, aber die Vergangenheit hat seelische Spuren hinterlassen. Aber er ist nicht der Einzige, der sein Heim verloren hat. Sylvia hat derzeit Bambi und Chello_i12wieder 60 Katzen bei sich, obwohl in den vergangenen Monaten einige alte Katzen über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Viele der neu aufgenommenen Katzen, sind nach einem Unfall verletzt oder nach Misshandlungen, und bedürfen ärztlicher Hilfe.

Aus dem Bambi, das Sylvia vor einigen Monaten aufgenommen, hat ist inzwischen ein junges Reh geworden. Durch die ständige Gesellschaft mit den Hunden glaubt sie offenbar, dass sie auch ein Hund sei. Aber vor allem wacht die Hündin Chello darauf, dass keinem der anderen Hunde es einfällt, das Reh auch nur im Spiel zu erschrecken. Chello kann ihre teilweise Abstammung von einem Hütehund nicht verleugnen.

Danke für ihre Hilfe sagt F. Ludwig

 

 

Gnadenhof Simasag/Ungarn, Dezember 2013 bis März 2014

In den Dezember-Nachrichten schrieb ich über die vielen Hasen, die bei Sylvia Wesenauer leben. Nun, das hat sich leider geändert. Ein Marder ist durch das engmaschige Gitter eingedrungen und hat Hasen totgebissen. Nur konnte er keinen durch das Gitter nach draußen ziehen, da dafür die Hasen zu groß waren.

Frau Wesenauer hat dem Treiben dadurch ein Ende bereitet, indem sie verschmutzte Hundedecken in den Hasenauslauf gelegt hat!

Pumukl_iBILD1699_iNeuzugänge bei den Tieren gab es wieder. Einen ausgesetzten Hund, der Pumuckl (Bild links) genannt wurde, konnte sie in ihrer Ortschaft von der Straße retten. Ebenso zwei streunende arme Katzen.

Wir halfen in den Wintermonaten mit mehr als 1000 kg Futter und vielen Decken.  

Danke sagt F. Ludwig