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17. 9. 2020

Szentes 2015

 

Szentesfahrten vom September bis November 2015

In diesen 3 Monaten war ich zwei Mal in der Tierstation von Ildiko Kovacs. Beide Male hatte ich 800 kg Trockenfutter, Leckerlies, Tücher, Decken und anderes Brauchbares mit. So wie immer wurde ich erstens von Hund im Gatsch_i2den Betreuerinnen und zweitens von den Hunden herzlichst begrüßt. Da es aber bei beiden Besuchen Tage vorher geregnet hatte, bewirkte die Begrüßung durch die Hunde, dass ich innerhalb weniger Hunde im Gatsch_i2Minuten so aussah wie sie. Mit feuchter Erde überzogen. Aber glücklich, weil die allermeisten Hunde total freundlich sind und mich als Fremden mit totaler Zuneigung empfingen. Ob sie Poldi, Peter oder Einstein heissen, fast alle sind lieb. Natürlich gibt es auch scheue Hunde. Sie verstecken sich in ihren Zwingern, um sich dort sicher zu fühlen.

Nach wie vor sind so an die 200 Hunde da. Auch wenn viele Hunde durch unseren Kooperationspartner mentor4dogs ein neues Zuhause finden, werden es nicht weniger. Viele Ungarn können sich die Haltung eines Hundes, dessen Impfung, die Kosten des Chippens, nicht mehr leisten.

Da bringen sie die Tiere direkt in die Tierstation oder in eine der Tötungen. Von dort holt Ildiko oft einige heraus. Manche brauchen besondere Pflege, die meisten sind vollkommen gesund. Daher können sie sich an mir voller Freude aufstellen, manche kraxeln an mir hoch wenn ich mich zu den kleineren niederbeuge.

Beim Rundgang durch das Lager freut es mich jedesmal wenn ich sehe, dass alle Hunde ein Dach über ihren Köpfen haben. Wenn sie sich vor Regen schützen wollen, manche wollen das tatsächlich und sind relativ sauber, dann können sie das. In den reichlich vorhandenen Hundehütten können sie sich bei Nacht zurückziehen.

Was brauchen die Hunde in Szentes auch in Zukunft?  Natürlich Futter, die jährlichen Impfungen und ärztliche Versorgung bei Krankheit und nach Verletzungen. Klingt nicht nach viel, ist aber bei 200 Hunden sehr viel.

Daher bitten wir alle Freunde ungarischer Hunde in Szentes um Unterstützung.

Danke im Namen der Hunde. Franz Ludwig

 

 

 

 

Szentes Juni bis August 2015

20150825_121101_ii1In dieser Zeit war ich zwei Mal in Szentes. Am 24. Juni und am 28. August. Immer vollbepackt. Neben den jeweils 800 kg Trockenfutter brachte ich auch Leckerlies und Kartons voll mit teilweise neuwertigen Hand und Badetücher zu Ildiko und den Hunden in die Tierstation.

Viele Hunde und Christian_i2Bei der Fahrt am 28. August begleitete mich mein Helfer Christian. Wie immer in Szentes, wurden wir auch diesmal von einem Rudel freundlicher Hunde begrüßt. Natürlich gab es dafür auch Hundekekse, was die Zuneigung der Hunde sehr steigerte.

Bei einem Rundgang durch die Tierstation konnten wir wieder sehen, dass die Helfer von unserem Kooperationspartner in Szentes Mentor4dogs viel an Renovierungen und Erneuerungen an den Zwingern erledigt haben.

Mobi_i1Aber auch hier in Szentes werden laufend Hunde abgegeben, beziehungsweise aus der Tötung in Csongrád herausgeholt, um den Hunden das vorzeitige Sterben zu ersparen. Besonders traurig ist es, wenn alte und kranke Hunde von ihren bisherigen Besitzern hierher “entsorgt” werden, wie der 10 jährige Pekinese links im Bild.

Um eine zusätzliche Vermehrung in der Tierstation zu vermeiden haben wir wieder Kastrationen bezahlt.

Bitte helfen Sie uns auch hier beim Helfen.  Danke, F. Ludwig

 

 

 

Szentesfahrt am 28. Mai 2015

Auch diesmal war ich alleine unterwegs nach Szentes. Im Laderaum des Transporters waren 800 kg Futter 05_15_i1Hundetrockenfutter, einige Dosen Nassfutter, Decken und Tücher und 3 Säcke mit getrockneten Leckereien.

All das wurde von Ildiko und Kitty mit Freude entgegengenommen.

Ildiko klagte mir, dass in den letzten Wochen wieder viele Hunde aufgenommen werden mussten. Viel zu oft müssen sie aus der Tötung in Csongrad, der Nachbarstadt von Szentes, aufnehmen. Aber wegen der auch in Ungarn spürbaren Wirtschaftsflaute bringen Privatleute ihre Hunde, weil sie sich deren Haltung nicht mehr leisten können.

Schneckerl_i1Leider hatte es wieder am Vortag geregnet, sodass fast alle Hunde im Wasser_i1komplett nass und voll feuchter Erde waren. Da viele Hunde mich durch Aufstellen an mir begrüßt haben, hatte ich sehr bald ein ähnliches Aussehen.

Unser Kooperationspartnerverein in Szentes, Mentor4dogs, hat einige zusätzliche offene Unterstände bauen lassen, mit neuer Unterstand_i1integrierten geräumigen Ausläufen (Bild links). Dadurch können mehr Kleingruppen untergebracht werden. Dies gewährleistet eine wesentlich konfliktfreiere Unterbringung der Hunde.

Aber eines muss man anmerken: es sind fast alle Hunde extrem freundlich Menschen gegenüber. Sie stecken den Kopf so gut es geht durch das Gitter, nur um Kontakt und Berührung zu meinen Händen zu haben. Dort wo das Gitter nicht zu engmaschig ist, konnte ich mit der Hand durchgreifen. Da drückte sich so mancher Hund ganz fest an diese nur um zu zeigen, wie gerne er Kontakt zu der liebevollen Menschen hätte. Ich glaube, die Fotos sind recht eindrucksvoll.

Linda und ich_i1die zwei_i1Nachdem ich bei meinem Rundgang sehr viele Hunde gestreichelt habe, oft durch das Gitter hindurch, sowie sie auch fleissig fotografierte, schaute ich noch nach der von uns gebauten Werkzeughütte. Sie wird brav dem Zweck entsprechend Rotti und ich_i1Fizko_i1genutzt und ist nach wie vor voll intakt. Das heisst, die Wände und das Dach sind in Ordnung und es dringt auch bei starkem Regen kein Wasser in den Innenraum.

Darauf machte ich mich auf den Weg nachhause.

 

 

 

Szentesfahrt am 12. März 2015

Nach längerer Pause war ich diesmal alleine unterwegs nach Szentes. Im Ladereum des Transporters waren 760 kg Hundetrockenfutter, 40 Dosen Nassfutter, eine Hundehütte im Blockhauslook, Decken und Tücher und als Leckerbissen für die Hunde 3 große Säcke mit getrockneten Schweineohren.

Groß war die Freude über all die Sachen bei den beiden Betreuerinnen Ildiko und Kitty.

Die 760 kg Futter klingen viel, aber bei 190 Hunden recht das gerademal für 10 Tage! Damit sind wir bei der großen Zahl an Hunden. Ildiko klagte mir, dass gerade in den letzten Tagen wieder viele Hunde aufgenommen werden mussten. Von jungen Hunden, die erst 9 Wochen alt sind, bis hin zu Hunden im Alter von 10 bis 12 Jahren.

die 2_i1Leider hatte es am Vortag geregnet, sodass alle Hunde wieder fast komplett nass und voll feuchter Erde waren. Da mich die meisten Hunde  durch Aufstellen an mir begrüßt haben, hatte ich sehr bald das gleiche Outfit wie sie.

Scheue_i1Aber eines muss man anmerken: es haben alle Hunde ein Dach über ihren Köpfen. Wenn sie sich vor Regen schützen wollen, manche wollen das tatsächlich und sind relativ sauber, dann können sie das.
Unser Kooperationspatner mentor4dogs hat einige neue Zwinger errichtet. Die großen Zwinger wurde geteilt. Das hat den positiven Effekt, dass nicht mehr so viele Hunde in großen Rudel leben müssen. Es ist daher etwas friedlicher in der Tierstation. Nicht betroffen von den neuen Zwingern sind die ganz scheuen Hunde (Bild links), die schon lange im letzten Zwinger leben. Die Pflegerin Ildiko meite nur auf meine Frage, wie es denen geht: Katastrophe!!

4 Welpen weibl weiß_i1Besonders berührt haben mich die Jüngsten 4 Hunderln und einer der Ältesten. Für die Jungen war bei meiner Futterlieferung auch Welpenfutter, nur Seniorenfutter hatte ich nicht dabei.
Die Jüngsten und die Kranken, sowie der Opa dürfen in der kalten Jahreszeit die Nacht im kleinen gemauerten Häuschen verbringen. Da wir bei Bedarf auch geheizt. Einige der kranken und geschwächten Hunde sind im geschlossenen Container untergebracht. Alle anderen Hunde leben unter nach vorne offenen oder teiloffenen Unterständen. Natürlich haben sie Hundehütten als Schutz vor schlechtem Wetter.

Nachdem ich bei meinem Rundgang sehr viele Hunde gestreichelt habe, oft durch das Gitter hindurch, so wie ich sie auch fleissig fotografierte, machte ich mich auf den Weg nach Hause.

900 Kilometer in 12 Stunden inklusive 3 Stunden in der Tierstation und der Tag war um.

Franz Ludwig

 

 

Szentes in den Monaten Jänner bis März

Nach Szentes konnte ich aus krankheitsbedingten Umständen in meiner Familie im Jänner und Futter 12_Feb_i1Februar nicht fahren. Das heisst aber nicht, dass durch uns keine Hilfe kam. Wir kauften zusammen mit unserem Kooperationspartner für Szentes, mentor4dogs, mehrere tausend Kilo Trockenfutter. Dafür haben wir dem ungarischen Lieferanten 1.800 Euro überwiesen. Des weiteren bezahlten wir 24 Kastrationen, teilweise verbunden mit notwendigen Operationen bei organischen Leiden.

Leider ist es auch nach Aufbringung von Schotter im Gelände der Tierstation noch immer nicht gelungen, dass das Regenwasser keine Seen hinterlässt. Das ist nach wie vor ein großes Problem.

In der zweiten Märzhälfte fuhr ich wieder nach Szentes mit 800 Kilo Hundefutter und vielen anderen nützlichen Dingen.